Trost und Ermutigung

Mit der eigenen Trauer nicht alleine bleiben.

Veröffentlicht: 20.10.2011
Freunde, Geistliche, Psychologen können Trost spenden und ermutigen.

Trauer gehört zu den intensivsten und gleichzeitig auch zu den schmerzhaftesten Erfahrungen, die ein Mensch im Laufe seines Lebens machen kann. Umso wichtiger wäre es, hier jemanden zu finden, der in der Lage ist, dem Trauernden in seiner schwierigen Situation nicht nur Trost, sondern auch Ermutigung zu spenden. Diese Aufgabe könnte sowohl ein guter Freund als auch ein Geistlicher oder ein geeigneter Trauerbegleiter übernehmen.

Begleitung und Therapie in der Trauer

Den meisten Trauernden tut es ausgesprochen gut, über ihre Erlebnisse und ihre Gefühle zu sprechen. Wenn sie niemanden finden, der bereit ist, intensiv zuzuhören und der auch das nötige Einfühlungsvermögen besitzt, kann dies für sie zum ernsthaften Problem werden. Dies kommt gar nicht so selten vor. Oft sind es gerade die engsten Verwandten und die vermeintlich besten Freunde, die beim Thema Trauer leicht überfordert sind. Waren sie anfangs noch bereit, schnelle und spontane Hilfe zu leisten, wollen sie dies später oft nicht mehr. Sie sind dann der Meinung, der Trauernde sollte wieder in seinen Alltag zurückkehren und nicht dauernd an den Verstorbenen denken.
Auch wenn dieses Ziel am Ende eines jeden Trauerprozesses stehen sollte, hilft eine Gesprächsverweigerung dem Trauernden wenig. Dies macht alles nur noch
viel schlimmer.
Aus diesem Grunde wäre es sehr wichtig, mit der eigenen Trauer niemals allein zu bleiben, sondern ganz gezielt nach professioneller Hilfe zu suchen. Sie kann nicht nur Trost spenden, sondern ist auch geeignet, das Leben des Trauernden wieder in die richtigen Bahnen zu lenken.
Trost und Ermutigung kann auch das Gespräch mit einem Geistlichen geben. Dies trifft durchaus nicht nur auf die Menschen zu, die bereits einer Religionsgemeinschaft angehören und dadurch fest im Glauben verankert sind. Oftmals ist der Tod eines Verwandten oder eines Freundes sogar Anlass, um über den tieferen Sinn des Lebens nachzudenken, was dann auch zu einer religiösen Neuorientierung führen kann.

Selbsthilfegruppen und Trauercafés

In den letzten Jahren sind zahlreiche Selbsthilfegruppen entstanden, in denen sich Trauernde regelmäßig treffen, ihre Erfahrungen austauschen und so gegenseitig Trost und Ermutigung spenden. Solche Trauerselbstgruppen gibt es auch im Internet. Hier ist die Hemmschwelle oft deutlich geringer als bei einem Treffen vor Ort. Auch wenn die Anonymität weitestgehend gewahrt bleibt, ist ein intensiver und reger Gedankenaustausch zwischen den einzelnen Gruppenmitgliedern möglich.