Trauerbegleitung

Hilfe in schwieriger Lebenslage

Veröffentlicht: 26.01.2012
Wer einen nahestehenden Angehörigen verloren hat muss nach dem Trauerfall mit seiner Trauer umgehen und leben lernen.

Wer einen nahestehenden Angehörigen verloren hat muss nach dem Trauerfall mit seiner Trauer umgehen und leben lernen. Beim Trauern gibt es kein "richtig" oder "falsch". Jeder Hinterbliebene trauert anders und geht anders mit seinen Gefühlen um. Eines ist aber allen Trauernden gemein: Wer die Trauer nicht allein bewältigen kann und seinen Alltag auch lange Zeit nach dem Trauerfall nicht mehr organisieren kann, der sollte einen professionellen Trauerbegleiter in Anspruch nehmen. Es gibt kein Patentrezept, wie Hinterbliebene nach einem Trauerfall mit seinen Gefühlen umgehen sollten. Eine professionelle Trauerbegleitung kann beim Finden des richtigen Weges wertvolle Hilfe leisten.

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Eine Trauerbegleitung als Unterstützung
Die Trauer besteht aus vielen verschiedenen Phasen die bewältigt werden müssen. Es geht nicht darum, die Trauer hinter sich zu lassen. Wer einen geliebten Menschen verloren hat, den wird die Trauer für den Rest seines Lebens begleiten, sie wird aber sukzessive mehr in den Hintergrund treten. Entscheidend dabei ist, dass Betroffene nicht in einer Phase der Trauer verharren und sich dem Weiterleben komplett verschließen. Erweisen sich Familie, Freunde und Bekannte nicht als die richtigen Gesprächspartner, kann eine professionelle Trauerbegleitung eine wertvolle Unterstützung sein um den Weg ins Leben zurück zu finden.


Den Weg zurück ins Leben finden
Gemeinsam mit dem Trauerbegleiter kann der Hinterbliebene die schmerzhaftesten Phasen der Trauer durchleben. Mit Ritualen, die gemeinsam mit der Trauerbegleitung durchgeführt werden, kann der Verstorbene nach einiger Zeit "losgelassen" werden. Welche Rituale dabei passend sind, wird der Hinterbliebene gemeinsam mit der Trauerbegleitung herausfinden.
Nach dem Tod eines geliebten Menschen fallen Angehörige oft in ein tiefes Loch. Wie soll das Leben ohne den Verstorbenen weitergehen? Hat das Leben ohne den schmerzlich Vermissten überhaupt noch einen Sinn? Mit Hilfe einer professionellen Trauerbegleitung wird der Trauernde diese Fragen für sich beantworten können und lernen, mit seiner Trauer zu leben. Es geht nicht darum, den Verstorbenen zu vergessen. Es geht darum, ihm nunmehr im Leben einen anderen Platz einzuräumen.

Den Tod akzeptieren
Die schwierigste Phase ist sicher, die Endgültigkeit des Todes zu akzeptieren. Nach einem Trauerfall müssen sich die Trauernden mit einer neuen Realität abfinden, in der der Verstorbene nicht mehr vorkommt. Gemeinsam mit der Trauerbegleitung lernt der Hinterbliebene den Schmerz anzunehmen und den Tod des Verstorbenen zu akzeptieren. Es kommt der Zeitpunkt nach dem Trauerfall wo auch ein Trauernder wieder ins tägliche Leben eintritt. Mit einer unbewältigten Trauer stößt er bei den Mitmenschen auf Unverständnis und Unbehagen. Tod und Trauer sind in unserer Gesellschaft ein Tabuthema und so kann der Hinterbliebene irgendwann allein mit seinen Gefühlen bleiben. Um die Trauer zu durchleben, benötigt jeder eine unterschiedlich lange Zeit. Gemeinsam mit einem Trauerbegleiter können Angehörige nach einem Trauerfall ihren individuellen Weg durch den Trauerprozess finden.

Die richtige Trauerbegleitung
Um eine passende Trauerbegleitung zu finden, gibt es im Internet vielfältige Informationen. Auch karitative Einrichtungen oder Kirchen und Vereine bieten eine Trauerbegleitung an. Entscheidend dabei ist für den Trauernden, dass "die Chemie" zum Trauerbegleiter stimmt. Nur dann kann der Hinterbliebene sich voll und ganz auf seinen individuellen Weg durch das tiefe Tal der Trauer begeben.