Richtig Kondolieren

Beim Kondolieren ist es wichtig, dass Worte sorgsam gewählt werden.

Veröffentlicht: 21.01.2012
Vielen Menschen fällt das aussprechen von Beileid in solch einem Fall nicht immer leicht. Im Vordergrund dafür steht die Angst davor etwas falsch zu machen.

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, ist das gerade für die Familienangehörigen eine sehr schwierige Zeit. Doch auch als Außenstehender wird man im Leben manchmal mit dem Tod konfrontiert - sei es durch einen plötzlichen Todesfall im Bekanntenkreis, in der nahen Nachbarschaft oder sogar im Beruf. Vielen Menschen fällt das aussprechen von Beileid in solch einem Fall nicht immer leicht. Im Vordergrund dafür steht die Angst davor etwas falsch zu machen. Beim Kondolieren sind oftmals jedoch schon wenige, kleine Gesten ausreichend, mit denen man den Trauernden beistehen kann. So zählt eine mitvergossene Träne oder eine liebevolle Umarmung oftmals mehr als viele Worte. 

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Gemeinsame Trauer - manchmal reicht es nur Zuzuhören
Hat man viele gemeinsame Lebensjahre mit einem geliebten Menschen verbracht trifft einen dessen Dahinscheiden besonders schwer. Nicht nur der geliebte Lebenspartner ist nicht mehr da, es fehlt auch die im Laufe der Jahre selbstverständlich gewordene Ansprechperson. Es ist also nicht nur niemand mehr da, mit dem man reden kann- es ist auch niemand mehr da, der zuhört. Trost spendende Worte sind sicherlich eine angemessene Geste, aber manchmal reicht es beim Kondolieren wenn man einfach nur zuhört. So wird dem Trauernden auch ein wichtiges Verständnis gegenüber gebracht und dieser fühlt sich in seiner Trauer als angenommen.

Die richtigen Worte finden um angemessen zu Kondolieren
Egal ob gesprochene oder geschriebene Worte - um angemessen zu Kondolieren ist es wichtig, dass diese sorgsam gewählt werden. Ein gemachtes Hilfsangebot muss auch realisierbar sein, wenn man Worte wählt wie "Ich bin immer für dich da" sollte man diese auch ernst meinen. Verse aus der Bibel oder anderen spirituellen Trost sollte man eher mit angemessener Zurückhaltung verwenden, auch wenn die Trauernden womöglich offen sind dafür. Leid und Trauer spielt sich auf der emotionalen Ebene statt, beim kondolieren und der gemeinsamen Trauer sollte man also versuchen das Herz und nicht den Geist anzusprechen.

Das Sterben nicht begreifbar machen wollen
Im Angesicht der Trauer sind viele Menschen hilflos und wissen nicht wie sie dem Trauernden Trost spenden sollen. Sie greifen dann auf solche Sätze wie: "Ohne Tod gibt es kein Leben" oder "Der Tod war letztendlich die Erlösung" zurück und versuchen somit dem Tod begreifbar und verständlich zu machen. Doch Trauernde finden in solchen Sätzen keinen Trost, im Gegenteil solche Worte machen die Situation für Trauernde oftmals nur schwerer. Sprechen Hinterbliebene allerdings von sich selbst in dieser Form von dem Tod ist das in Ordnung.