Kosten einer Beerdigung

Wer trägt die Bestattungskosten?

Veröffentlicht: 18.10.2011
Von: Redaktion
Die Kosten für eine Bestattung können schnell mehrere Tausend Euro betragen.

Nach einem Trauerfall müssen alle anfallenden Bestattungskosten von den nahen Angehörigen getragen werden. Können diese Angehörigen nicht ausfindig gemacht werden oder ist ihnen die Übernahme der Bestattungskosten nicht möglich, müssen gesonderte Regelungen getroffen werden. Nähere Einzelheiten dazu sind in den Bestattungsgesetzen der einzelnen Bundesländer festgelegt.

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Umfang und Inhalt der Bestattungskosten
Wenn Sie schon einmal einen Trauerfall in Ihrer Familie erlebt haben, dann werden Sie sicherlich genau wissen, dass die Kosten für eine Bestattung schnell mehrere Tausend Euro betragen können. Selbst die preiswertesten Bestattungen schlagen noch mit einigen Hundert Euro zu Buche. Aus diesem Grunde wäre es wichtig zu wissen, ob Sie im Trauerfall die Bestattungskosten allein tragen müssen oder ob Sie dafür eventuell finanzielle Unterstützung bekommen können. Wenn Sie eine Sterbegeldversicherung oder eine Risikolebensversicherung abgeschlossen haben, sind Sie in der Regel bestens abgesichert. Solche Versicherungen zeichnen sich in erster Linie dadurch aus, dass sie den Hinterbliebenen im Trauerfall eine bestimmte Summe auszahlen, deren Höhe beim Abschluss des Versicherungsvertrages genau festgelegt wird. Mit diesem Geld können dann die Bestattungskosten beglichen werden. Von den gesetzlichen Krankenkassen ist jedoch keine Unterstützung zu erwarten. Sie haben ihre Zuschüsse für die Bestattungskosten im Trauerfall bereits im Jahre 2004 ersatzlos gestrichen.

Sozialbestattung
Selbst die preiswerteste Bestattung kann manche Familien überfordern. Wenn dies auch auf Sie zutrifft und Sie dann keine private Vorsorge für den Trauerfall getroffen haben, hätten Sie unter bestimmten Voraussetzungen noch die Möglichkeit, eine Sozialbestattung zu beantragen. Hierzu müssten Sie sich an Ihr zuständiges Sozialamt wenden. Eine Sozialbestattung steht jedoch nicht nur ALG II- und Sozialhilfeempfängern, sondern auch Rentnern oder Geringverdienern offen. Maximal können dafür 1.600 Euro gezahlt werden. Dabei ist es völlig unerheblich, ob Sie sich für eine Erd- oder eine Feuerbestattung des Verstorbenen entscheiden. Das Sozialamt übernimmt jedoch nicht die Kosten für die Sterbebekleidung, das Grabmal oder die Grabpflege.
Sollte Ihr Antrag auf eine Sozialbestattung abgelehnt werden, hätte Sie noch die Möglichkeit, mit dem Bestatter zu reden und eine Ratenzahlung für die Bestattungskosten zu vereinbaren.