Islamische Trauerrituale

Beisetzung in ritueller Tradition
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Veröffentlicht: 25.01.2012
Der Islam hat eigene Vorstellungen vom Tod, dem Sterben und der letztendlichen Wiederauferstehung.

Mit rund 1,4 Milliarden Anhängern zählt der Islam zu einer der Weltreligionen, in Deutschland sind rund 3,2 Millionen Muslime Zuhause. Die in Deutschland beheimateten Muslime zählen keinesfalls als Randgruppe, dennoch sind Islamische Trauerrituale den meisten Deutschen fremd. Der Islam hat eigene Vorstellungen vom Tod, dem Sterben und der letztendlichen Wiederauferstehung - so standen Islamische Trauerrituale oftmals im Konflikt mit der deutschen Friedhofsverordnung. Erst seit wenigen Jahren gibt diese sich liberaler. In Berlin gibt es nun einen islamischen Friedhof, der die volle Ausübung des muslimischen Glaubens zulässt.

Islamisches Trauerritual - wenn ein Moslem stirbt
Ein Islamisches Trauerritual ist die Beisetzung des Verstorbenen ohne Sarg, bis vor kurzem war dies in Deutschland noch verboten. In den letzten Jahren zeigte sich die deutsche Friedhofsverordnung jedoch liberaler, in Berlin gibt es mittlerweile einen islamischen Friedhof.

Die Beisetzung - in ritueller Tradition
Ein Islamisches Trauerritual ist auch die rituelle Waschung des Verstorbenen, diese wird traditionellerweise von einer Person gleichen Geschlechts durchgeführt. Der Körper des Toten wird dann mit weißen Tüchern aus Leinen bedeckt, die Bestattung findet zeitnah statt. Es ist ebenso üblich den Toten im Grab auf der rechten Seite zu betten und mit dem Gesicht in Richtung Mekka zudrehen. Ein Islamisches Trauerritual beinhaltet auch ein Messer mit in das Grab zu legen. Dieses ist ein Symbol für das Leben, da bei der Geburt mit einem Messer die Nabelschnur getrennt wird. Gleichzeitig steht ein Messer auch für den Tod, auf der anderen Seite soll es dem Verstorbenen zudem gegen den Teufel beistehen.

Ein Jahr in Trauer
Im Islam dauert die Trauerzeit ein Jahr, in diesen Tagen tragen die Angehörigen dunkle Kleidung und meiden Feste der Freude. Diese Zeit ist geprägt von Gebeten und es wird viel aus dem Koran gelesen. Zudem wird das Grab des Trauernden besucht, es wird ein Essen veranstaltet und Almosen werden verteilt.