Gedenktage und Erinnern

Gedenktag: Schmerzlich und tröstend zugleich

Veröffentlicht: 19.10.2011
Gemeinsames Erinnern und Erzählen kann ein wirklicher Trost sein.

Für die Hinterbliebenen ist es sehr schwer, mit dem Verlust eines geliebten Menschen zu leben. Eine gemeinsame Zukunft gibt es nicht mehr und so ist das Erinnern an die Zeit mit dem Verstorbenen das Kostbarste was bleibt. Immer wieder gibt es Tage, an denen besondere Erinnerungen wach werden.

Gedenktag: Schmerzlich und tröstend zugleich
Sei es der Hochzeitstag, der Geburtstag, das letzte gemeinsame Weihnachtsfest. Jeder Hinterbliebene hat für sich ganz besondere Tage, an denen er sich spezielle Details ins Gedächtnis ruft. Das regelmäßige Erinnern hilft, den Verstorbenen in Gesprächen und Gedanken lebendig zu halten. Es heißt, nur jemand über den nicht mehr gesprochen wird, sei wirklich tot.

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Gemeinsames Erinnern kann hilfreich sein
Einen Gedenktag können die Angehörigen auf ganz unterschiedliche Weisen verbringen. Viele gehen allein auf den Friedhof und vertiefen sich in ein inneres Zwiegespräch mit dem Verstorbenen. Oder sie suchen Orte auf, an denen sie besonders schöne gemeinsame Stunden erlebt haben. Wieder andere treffen sich mit Freunden und rufen sich Anekdoten über den Toten ins Gedächtnis. Das gemeinsame Erinnern und Erzählen kann ein wirklicher Trost sein. Das Gefühl, nicht allein mit der Trauer zu sein, wird als beruhigend empfunden.

Der Todestag, ein besonderer Gedenktag
Insbesondere der Todestag des Verstorbenen nimmt einen wichtigen Platz in den Gedanken der Hinterbliebenen ein. Die Gedanken kreisen ständig um den letzten Tag und viele Angehörige haben Angst vor diesem besonderen Gedenktag. Häufig entwickeln sich im Laufe der Zeit bei den Hinterbliebenen und Freunden bestimmte Rituale, wie dieser Tag verbracht wird. Das Festhalten an einem bestimmten Ritual und das gemeinsame Erinnern können gerade für die engsten Angehörigen besonders hilfreich sein.

Das eigene Leben nicht vergessen
Trotz aller Schmerzen und aller Trauer sollten die Hinterbliebenen jedoch eines nicht aus dem Auge verlieren: "Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts" (Sören Kierkegaard).