Gedenken für Verkehrsopfer

Gedenken und Erinnern am Straßenrand
bestattungsvorsorge

Veröffentlicht: 18.10.2011
Die Gedenkstätten sind ein Mahnmal für Vorbeiziehende und ein Ort zum Gedenken und Erinnern für Hinterbliebene.

Kleine Engelsfiguren, flackernde Grablichter, bemalte Kreuze und frische Blumen - fährt man die Straßen Deutschlands entlang sieht man immer wieder liebevoll gestaltete Gedenkstätten für Verkehrsopfer. Klagend und mahnend liegen sie am Straßenrand. Sie erzählen stumm von einem traurigen Schicksal und beim Vorbeifahren überkommt einen ein merkwürdiges Gefühl der Beklommenheit. Doch genau genommen sind die von den Angehörigen errichteten Gedenkstätten für Verkehrsopfer gar nicht erlaubt, doch aus Respekt vor den Hinterbliebenen wird in diesem speziellen Fall die Menschlichkeit vor das Recht gesetzt.

Gedenken und Erinnern am Straßenrand  
Im Gedenken an tragisch verunglückte Verkehrsopfer werden von den Hinterbliebenen oftmals Gedenkstätten errichtet. Regelmäßig bringen Angehörige frische Blumen an die Unglücksstelle, sie gestalten sie liebevoll mit bemalten Kreuzen, Kerzen und Engelsstatuen. Die Gedenkstätten sind ein Mahnmal für Vorbeiziehende und ein Ort zum Gedenken und Erinnern für Hinterbliebene. Geht man nach deutschem Recht sind die Gedenkstätten jedoch gar nicht erlaubt, denn angebrachte Anlagen am Straßenrand sind eigentlich nicht zulässig. Doch aus Respekt vor den Angehörigen ergeht in diesem Fall Menschlichkeit vor Recht. Das Leid und die Trauer der Angehörigen gewichtet mehr als das strenge gesetzkonforme Handeln.

Gedenken an Verkehrsopfer - die Straßenmeisterei ist hier der richtige Ansprechpartner
Wer zum Erinnern eine Gedenkstätte am Straßenrand errichtet möchte, der muss sich an die zuständige Straßenmeisterei wenden. Diese zeigt sich meist kooperativ, erklärt die rechtliche Lage und weist darauf hin, dass die Gedenkstätte andere Verkehrsteilnehmer nicht behindern darf. Zudem sollten die pflegerischen Arbeiten der Straßenmeisterei nicht zu sehr beeinträchtigt werden und bei der Pflege der Gedenkstätte wird den Hinterbliebenen ans Herz gelegt Vorsicht walten zu lassen. Manchmal gibt die Straßenmeisterei auch einen Tipp im Hinblick auf eine sichere Stelle zur Anlage der Gedenkstätte. Auch wenn die Unfallakte schon lange geschlossen ist, schmücken noch Jahrzehnte später frische Blumen die Gedenkstätte und alljährlich erinnern leuchtende Kerzen an den Tag des Unglücks. Gedenkstätten werden erst dann von der Straßenmeisterei entfernt, wenn die Anlage über einen längeren Zeitraum nicht gepflegt wurde. Es sind demnach die Angehörigen, die entscheiden wie lange die Gedenkstätte bestehen bleibt.