Ewald-Heinrich von Kleist

1922 - 2013

Veröffentlicht: 14.03.2013
Der letzte der Attentäter vom 22. Juli gegen Hitler gestorben

Ewald-Heinrich von Kleist-Schmenzin (10. Juli 1922 - 8. März 2013) war ein deutscher Offizier und Verleger. Ein Mitglied der Familie von Kleist. Seine Eltern waren aktiv im  Widerstand gegen Adolf Hitler. Er war das letzte noch lebende Mitglied des Attentats vom 20. Juli.

Kleist wurde Gut Schmenzin am Schmenzin (Smęcino) in der Nähe Köslin (Koszalin) in der Provinz Pommern geboren. Sein Vater war Ewald von Kleist-Schmenzin (1890-1945).

Wie sein Vater verabscheute und kritisierte die Nazi-Ideologie seit 1929. Die Ereignisse vom 30. Juni 1934. Der Brand der Synagogen 1938 verfestigt des jungen von Kleist-Schmenzin Hass auf das NS-Regimes.

Im Jahre 1940, im Alter von 18 trat er in die Wehrmacht als Infanterie-Offizier ein. Kleist wurde persönlich für den Widerstand von Claus Graf Schenk von Stauffenberg rekrutiert. Mit den Segen seines Vaters, meldete er sich freiwillig im Januar 1944 um den verwundeten Axel Freiherr von dem Bussche-Streithorst bei einem weiteren Selbstmord-Attentat auf Hitler zu ersetzen.

Am 20. Juli 1944 war Kleist einer der vielen Unterstützer und Helfer im Bendlerblock in Berlin nach dem Attentat auf Hitler am Wolfsschanze bei Rastenburg in Ostpreußen. Nach dem Scheitern des Attentats gelang es ihm seine Widerstandsaktivitäten zu vertuschen. Ein Verfahren gegen ihn wurde später aus Mangel an Beweisen im Dezember 1944 fallen entlassen. Damit entging von Kleist einem Prozess vor dem Volksgerichtshof, die mit ziemlicher Sicherheit mit einem Todesurteil geendet hätte, wie für viele seiner Mitattentäter, einschließlich seinem eigenen Vater.

Nach dem Krieg obdachlos, als Ostpommern an Polen fiel und alle Deutschen vertrieben wurden, gründete Kleist seinen eigenen Verlag, den Ewald-von-Kleist-Verlag. Er schloss sich dem evangelischen Orden des Heiligen Johannes (Bailiwick of Brandenburg) an zu dem auch sein Vater gehört hatte. Im Jahr 1962 gründete Kleist die Wehrkundetagung in München, später zur Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik umbenannt, und moderierte sie bis 1998.

Original Wikipedia-Artikel
en.wikipedia.org/wiki/Ewald-Heinrich_von_Kleist-Schmenzin