Die Sozialbestattung

Bestattungskosten können viele Personen überfordern.

Veröffentlicht: 18.10.2011
Bei der Sozialbestattung ist es völlig unerheblich, ob der Hilfesuchende Rentner, Hartz IV Empfänger oder Geringverdiener ist.

Die Sozialbestattung
Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die Angehörigen eines Verstorbenen auch die Kosten für seine Bestattung zu tragen haben. Da die Bestattung jedoch alles andere als preiswert ist und nicht selten mehrere Tausend Euro kostet, kann diese Aufgabe viele Personen überfordern. Dies wird in der Regel immer dann der Fall sein, wenn sie arbeitslos sind oder so wenig verdienen, dass sie die Kosten für die Bestattung nicht aus eigener Kraft aufbringen können. Hier bestünde dann die Möglichkeit, eine Sozialbestattung zu beantragen.


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Antrag auf Sozialbestattung

Grundsätzlich muss ein Antrag auf Sozialbestattung immer beim Sozialamt gestellt werden. Dabei ist es auch völlig unerheblich, ob der Hilfesuchende Rentner, Hartz IV Empfänger oder Geringverdiener ist.
Anschließend wird der Antrag in Ruhe geprüft und bei Vorliegen aller erforderlichen Voraussetzungen in der Regel auch bewilligt. Dabei wäre es jedoch wichtig zu wissen, dass das Sozialamt nicht verpflichtet ist, alle Kosten der Bestattung zu übernehmen. Es wird zum Beispiel nicht für die Bewirtungskosten bei der Trauerfeier, den Grabredner oder den Grabstein aufkommen. Auch die Kosten für die Blumengestecke oder den Grabschmuck müssen meist selbst getragen werden. Trotzdem darf das Sozialamt dem verstorbenen Angehörigen niemals eine würdige und pietätvolle Beerdigung verweigern. Außerdem muss auch der letzte Wille des Verstorbenen respektiert werden. Dies heißt dann ganz konkret, dass das Sozialamt nicht nur die Kosten für eine Urnenbestattung, sondern auch für eine Erdbestattung zu tragen hat.

Bewilligung oder Ablehnung
Kommt das Sozialamt zu dem Schluss, dass die Voraussetzungen für eine Sozialbestattung nicht oder nicht in ausreichendem Umfange gegeben sind, wird die Sozialbestattung abgelehnt. Gegen diesen Bescheid können sich die betroffenen Angehörigen aber auch zur Wehr setzen. Hierbei sind jedoch bestimmte Fristen einzuhalten. Erst dann, wenn sie verstrichen sind, ist der Bescheid des Sozialamtes endgültig.
Wenn überhaupt keine Chance auf eine Sozialbestattung besteht, bliebe immer noch die Möglichkeit, mit dem Bestatter zu reden und mit ihm eine Ratenzahlung zu vereinbaren.