Buddhistische Trauerrituale

Der Buddhismus - der ewige Kreislauf des Lebens

Veröffentlicht: 25.01.2012
Durch guten Taten zu einer besseren Reinkarnation gelangen.

Der in Asien sehr verbreitete Buddhismus ist eine sehr alte Religion, die mittlerweile auf eine fast 2500 Jahre alte Geschichte zurückblicken kann. Der Buddhismus repräsentiert die viertgrößte Weltreligion, sie hat ungefähr 450 Millionen Anhänger, in Deutschland leben rund 100.000 Menschen nach der buddhistischen Lehre. Der Buddhismus glaubt an die Reinkarnation. Ziel der Lebenslehre ist es den Kreislauf der Wiedergeburten zu durchbrechen und in das Nirwana zu gelangen.


Der Buddhismus - der ewige Kreislauf des Lebens
Buddhisten glauben an die Reinkarnation, sobald der Körper stirbt bindet sich die Seele an einen neuen Körper. Die Taten eines Menschen bestimmen die Form der Wiedergeburt. Eine positive Lebensweise im diesigen leben führt zu einer erhöhten Bewusstseinsebene im nächsten Leben. Das Ziel eines Buddhisten besteht darin, den ewigen Kreislauf der Wiedergeburten zu durchbrechen. Nur wenn der Zustand der vollkommenen Erleuchtung erlangt ist, kann die Seele sich von der irdischen Welt lösen und in das Nirwana einziehen. Das Nirwana beschreibt nicht einen Ort der endlosen Glückseligkeit wie im Christentum, es ist vielmehr eine höhere Daseinsform auf einer anderen spirituellen Ebene.

Buddhistisches Trauerritual - Sterben und Bestattung
Nach ihrem Tod übergeben die meisten Buddhisten ihren Körper dem Feuer, die Asche wird nach der Feuerbestattung in der Erde beigesetzt. Ein Buddhistisches Trauerritual bei der Bestattung ist eine Bestattungsliturgie, die Angehörige des Verstorbenen und buddhistische Mönche im Wechsel vollziehen. Dazu gehört ein Totengedächtnis, das Vortagen buddhistischer Weisheiten und Predigen. Auch das anschließende Verteilen von Almosen ist ein Buddhistisches Trauerritual. Das Verteilen der Almosen geschieht im Namen des Verstorbenen. Durch diese guten Taten soll dieser zu einer besseren Reinkarnation gelangen. Das erste Trauerjahr ist immer wieder von Totengedenken und Versammlungen geprägt. Auch im Buddhismus gibt es einen Sterbetag, an dem man nach Ablauf des Trauerjahres dem Toten gedenkt.